Die fünfte Gewalt

Doch durch die Brille, in ihrem Computer, erkennen sie die Welt. Sie lesen für den Rest Amerikas. Sie lesen die Wahlkampfprogramme und Berichte sämtlicher Kommissionen und Gerichtsurteile und internationale Zeitungen, sie durchkämmen das Netz nach Fakten und Informationen.

Sie sind selbstlos und eitel zugleich und teilen uns ihre Gedanken zu dem, was sie entdeckt haben, sogleich schriftlich mit, nach der Formel „Web link + Zitat + Kommentar“, wie sie irgendwann einer dieser einsamen Männer aufgestellt hat, der wohl immer noch irgendwo vor dem Bildschirm sitzt.
„Und so schaffen sie das, was man einen „Blog“ nennt, ein Web Log – ein Tagebuch im Internet. Mindestens einmal täglich werden solche Blogs mit den neuesten Statements ihrer Schöpfer versehen. Manchmal stündlich.“ Mehr hierDie fünfte Gewalt – sueddeutsche.de – Kultur