Droge Koffein auf der Überholspur

Hamburg (ots) – Koffein ist eine abhängig machende psychoaktive
Droge, die bereits Kinder in Form von Cola und Schokolade
konsumieren. Zudem kommen in den Industrieländern die meisten Babys
bereits mit Spuren von Koffein im Körper zur Welt: Es wird über die
Nabelschnur der Mutter übertragen. Das berichtet das Wissensmagazin
NATIONAL GEOGRAPHIC DEUTSCHLAND in seiner Januar-Ausgabe (EVT
20.12.2004).

Es gibt kaum jemanden, der nicht täglich Koffein zu sich nimmt.
Diese Droge steckt nicht nur im Kaffee, sondern auch in der Cola, in
Tee, in Schokolade, in Energy-Drinks und in Schmerztabletten. Eines
der neuesten koffeinhaltigen Produkte sind Strumpfhosen, in deren
Maschen das Stimulans eingewoben ist. Es soll zu schlankeren
Oberschenkeln verhelfen. Tatsache ist, dass die legale Droge Koffein
einen einzigartigen Boom erlebt. Das zeigen nicht nur zahlreiche
Produktvarianten, sondern etwa auch der Erfolg des Unternehmens
„Starbucks“, das täglich irgendwo auf der Welt vier neue Coffee-Shops
eröffnet und 200 Mitarbeiter einstellt.

Die meisten Wissenschaftler sind der Ansicht, dass ein bis zwei
Becher Kaffee pro Tag nicht schädlich sind. Dennoch bleibt Koffein
eine Droge und beeinflusst verschiedene geistige und körperliche
Funktionen. So braucht jemand, der täglich etwa drei Becher Kaffee
trinkt, mindestens einen Becher Kaffee, damit sein Gehirn einfach nur
normal arbeitet. Der bewusste Missbrauch von Koffein ist trotzdem
selten. Im Sport gelten hohe Dosen ab etwa 6 Tassen Kaffee als
Doping.

Versteckte Koffeinfallen finden sich in Schokolade und
Schmerztabletten. So enthält Bitterschokolade dreimal so viel Koffein
wie Vollmilchschokolade. Aber man muss mehr als zwei Tafeln
Bitterschokolade verdrücken, um auf den Koffein-Gehalt zu kommen, der
in einem Becher Kaffee steckt.