Zum Thema Bisky

sind die meisten Zeiitungen einer Meinung: Wie das gelaufen ist, ist nicht nur nicht in Ordnung, sondern es werden Zweifel an der demokratischen Entscheidungsgewalt der Abgeorneten laut. Übereinstimmend, Zweifel können geäußert werden, das muss dann aber eben auch getan werden – vor(!) dem ersten Wahlgang. Beispiele aus der Zeitungslandschaft vom 08.11.2005: Die Mitteldeutsche Zeitung meint zu Bisky Halle (ots) – Natürlich haben die Abgeordneten das Recht, einen Kandidaten abzulehnen. Üblicherweise wird dies aber vor dem ersten Wahlgang signalisiert. Das war bei Bisky nicht der Fall – und deshalb nicht fair. Erst nach dem dritten Scheitern Biskys wurden Argumente für die Ablehnung wie etwa seine Funktion als
als Parteichef nachgeschoben – was fadenscheinig wirkt. Dann sind da noch Stasi-Vorwürfe, für die es keine Belege gibt – ein „Totschlag-Argument“. …Lesen Sie hier weiter…

Die Märkische Oderzeitung kommentiert in ihrer Mittwochausgabe Biskys erlittene vierte Wahlschlappe:Frankfurt/Oder (ots) – „Bedenken gegen einen Kandidaten sind gewiss nicht ehrenrührig. Doch dann muss man sie ganz am Anfang, sprich vor dem ersten Wahlgang äußern. Die Gelegenheit dazu gab es. Einer Fraktion in einem laufenden Verfahren indes den Wechsel ihres Kandidaten aufzwingen zu wollen, ist der bewusste Versuch von Demütigung. Dies aber kann kein angemessener Stil unter Demokraten sein. Lesen Sie hier weiter…

08.11.2005 – 19:15 Uhr, Südwest Presse Kommentar zu Bisky: Ulm (ots) – Die Abgeordneten haben gewählt – klug entschieden haben sie deshalb aber nicht. Vielmehr haben sie erneut ein Exempel statuiert. Getroffen hat ihr vielfaches Nein Lothar Bisky, den Chef der neuen Linkspartei. Abgewatscht wurden noch ganz andere. Bei allem was zu Bisky, einem Mann mit bekennender DDR-Vergangenheit vielleicht zu sagen wäre, als Parteilicher hat er sich im Potsdamer Landtag nicht hervorgetan. Dort bekleidete er das Amt, zu dem er auf Bundesebene nicht würdig sein soll. Hätte der Vorwurf der Voreingenommenheit eine Basis, hätten Abgeordnete von CDU und SPD genüsslich Beispiele aus Potsdam zitiert. Doch diese Beweise gibt es nicht. Lesen Sie hier weiter…