Dresden ist längst nicht schuldenfrei

schreibt die Sächsische Zeitung am Freitag.

Trotz Woba-Verkauf und Schuldentilgung betrug die Pro-Kopf-Verschuldung in Dresden Ende Dezember 2006 noch 71 Euro. Im Jahr davor waren es 1 529 Euro gewesen. Dies geht aus einer Antwort des amtierenden OB Lutz Vogel (parteilos) auf eine Anfrage des Stadtrates André Schollbach (Linksfraktion.PDS) hervor. Der niedrige Wert der Pro-Kopf-Verschuldung kommt durch die hohe Schuldentilgungsrate im vorigen Jahr zustande. Insgesamt gab Dresden rund 712 Millionen Euro aus, um alte Verbindlichkeiten zu begleichen und Kredite abzulösen. Dennoch musste die Stadt 2006 rund 25 Millionen Euro Zinsen zahlen.

Bis zum Ende des Jahres konnte die Stadt den Schuldenstand aus Krediten der Landeshauptstadt dank der Erlöse aus dem umstrittenen Woba-Verkauf von knapp 748 Millionen Euro auf 35 Millionen Euro senken. Diese Schulden betreffen Kredite, welche die Stadtverwaltung nicht vorfristig ablösen wollte. Schuldenfrei ist Dresden noch immer nicht. (SZ/pab)