G8 Proteste: Blockieren statt Gewalt!

G8-Proteste: Mehr als 10.000 blockieren Heiligendamm. Berichte im Liveticker auf indymedia oder, wers mag, auch auf Spon.

Trotzdem es eine gewaltlose Blockade werden sollte, ging die Polizei mit Wasserwerfern und Schlagstöcken bei Admannshagen gegen 2.000 G8-Gegnerinnen und Gegner vor. „Der Einsatz von Wasserwerfern und Schlagstöcken durch ein bayrisches Unterstützungssonderkommando beim Zugriff auf 2.000 G8-Gegnerinnen und Gegner ist nicht akzeptabel. Wir fordern die Polizei auf, alles zu unterlassen, was die Gewaltspirale weiter vorantreibt und das ohnehin schon stark eingeschränkte Versammlungsrecht noch weiter praktisch beschneidet,“ sagten die Bundestagsabgeordneten der Fraktion DIE LINKE. Heike Hänsel, Eva Bulling-Schröter und Lutz Heilmann. „Von den Demonstrantinnen und Demonstranten bei Admannshagen ging keine Gewalt aus. Die Polizei verlor beim Einsatz jedes Maß. Wir wissen von etlichen, teilweise erheblichen Verletzungen. Es wird berichtet, dass Sanitäter von der Polizei nur verzögert vorgelassen wurden. Wir protestieren gegen dieses völlig unverhältnismäßige Vorgehen.“

Dennoch, die Gewalt vom Wochenende – von beiden Seiten – hat dazu geführt, dass das Bundesverfassungsgericht den geplanten Sternmarsch des G 8-Protests in die Nähe des Sicherheitszauns von Heiligendamm untersagt. „Sinnlose Gewalt hat über die Versammlungsfreiheit gesiegt,“ meint dazu Wolfgang Neskovic, rechtspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE. „Die Versammlungsfreiheit ist der sinnlosen Gewalt einer unpolitischen Hooliganszene zum Opfer gefallen.“