Auch Rürup für Mindestlohn

Der sogenannte „Wirtschaftsweise“ Bert Rürup plädiert in der Zeit von neoliberaler Seite für einen Mindestlohn von 4,50 Euro pro Stunde.

Nachvollziehbare Argumente hat die LINKE auch, Rürup argumentiert in dem Artikel, warum wir einen allgemeinen gesetzlichen Mindestlohn brauchen – und er viel besser ist als die Pläne der Großen Koalition.

zwei Ziele genannt, die mit einem Mindestlohn erreicht werden sollen: Erstens soll jeder Vollzeitbeschäftigte ein Arbeitseinkommen beziehen, das dem soziokulturellen Existenzminimum entspricht. Es soll möglich sein, von der eigenen Arbeit ohne weitere staatliche Unterstützung zu leben. Zweitens sollen Belastungen der öffentlichen Haushalte begrenzt werden, die entstehen, weil häufig sehr niedrige Marktlöhne vom Staat mit dem Arbeitslosengeld II aufgestockt werden müssen. Wenn die Regierung tatsächlich diese Ziele verwirklichen will – wenn es also nicht um industriepolitische Absichten etwa zugunsten des dominanten etablierten Postunternehmens geht –, dann muss über einen flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohn nachgedacht werden.

Und es geht Frau Merkel doch nicht etwa um die Post oder gar um den beabsichtigten Einstieg der Axel-Springer-Gruppe in den Postvertrieb. Nehmen wir zumindestens an.