Menschenrecht auf Feierabend

Die taz beschreibt die Vorstellung, des 2007 erschienenen Sammelbandes „Schicht! Arbeitsreportagen für die Endzeit“ in einer Berliner Fabrik.

Ein Menschenrecht auf Feierabend: Das war der Einbruch des proletarischen Geistes in einen ansonsten wohltemperierten Abend, bei dem Literaten ihre „Arbeitsreportagen“ vortrugen. Die eigene Plackerei kam dabei nicht zu kurz. So präsentierten Barbara Kalender und Jörg Schröder Interviewmitschnitte im schwer verständlichen Schnellsächsisch, die sie mühsam abtippen mussten.
Das Buch selbst leidet des Öfteren unter der etwas gekünstelt wirkenden Mission, die ihm zugrunde liegt. Ullmaier stellt sich im Vorwort einige Auftraggeber aus dem Jahr 2440 vor, die im Namen von Allah/Jahwe/Gott Reportagen über die heutige Arbeitswelt verlangen, und, zur besseren Unterhaltung, verlangen, dass „Literaturdichter“ ans Werk gehen sollen.

Auf jeden Fall finden witr die Besseren der gegenwärtigen deutschen Literatur, etwa Gabriele Goettle, Wilhelm Genazino, Georg Klein, Juli Zeh, Feridun Zaimoglu, …
Erschienen ist das Buch im Suhrkamp Verlag und kostet 12 Euro.
Die SO! wird es demnächst ausführlicher besprechen.