Wahlkampfgetöse

Auch bei der Gewaltkriminalität von 14- bis 21-Jährigen ist der Anteil der nichtdeutschen Tatverdächtigen in den vergangenen zehn Jahren deutlich zurückgegangen: um ein Viertel. (Man darf diese Zahlen nicht überinterpretieren: Ein Faktor, der bei dem Rückgang ausländischer Tatverdächtiger eine Rolle — von mehreren — spielen könnte, ist, dass auch die Zahl der Ausländer in Deutschland leicht zurückgegangen ist. Unstrittig ist, dass ausländische Jugendliche überproportional häufig straffällig werden.)

schreibt bildblog.de.

Kommentare

  1. Eigentlich habe ich mir ganz fest vorgenommen dieses Wahlkampf-Thema von Koch links liegen zu lassen und zu ignorieren. Zu trivial und durchsichtig erscheint mir das Manöver was da Koch in Hessen fährt… und mit Unverständnis und etwas Fassungslos nehme ich zur Kenntnis in welchem Ausmaß sich Medien nach den Erfahrungen des letzten Wahlkampfes von Koch funktionalisieren lassen und wie verlottert und bereitwillig sie die funktionalisierte Rolle annimmt und dieses Thema zum Mittelpunkt eines Wahlkampfes in Hessen macht.

    Inhaltlich gibt es dar sicher gar nicht soviel zu sagen, hier mal eine Stellungnahme zur aktuellen Diskussion um eine Verschärfung des Jugendstrafrechts aus der Sicht eines Kriminologen:

    http://news.jugendsozialarbeit.de/jsa/bagkjs/bagkjs.nsf/738a59a548b15f09c1256eeb0042c498/6ba96446df44899ec12573cf006f9f21/$FILE/2008%2001%2009%20Resolution%20%20Wolfgang%20Heinz.doc.pdf

  2. ml sagt:

    http://www.bildblog.de/wp-content/tatverdaechtige.png

    tsaes. das macht man aber gar nicht, einfach bilder von woanders einzubinden … noch nicht mal ne quelle genannt :)

  3. rico sagt:

    Na, aber. Ist doch als Zitat aus dem bildblog.de gekennzeichnet. ;-> Okay, war nicht verlinkt.

  4. Andreas (Leipzig) sagt:

    Das eine ist, dass man gegen die Art der populistischen Kampagne von Koch ist. Das andere ist, und das sage ich aus Leipzig, dass es sehr wohl auch Kriminalität mit Zuwanderungshintergrund gibt. Ich bin im letzten Jahr zweimal angegriffen worden: einmal von einem besoffenen Nazi und zweitens von einem U18ler mit erkennbar nichtdeutscher (ích würde sagen russischer) Herkunft. Beides war nicht gerade besonders.

    Will sagen: Auch wenn man gegen Kochs Kampagne ist und insbesondere gegen den Radikalismus („Verschärfung des Strafrechts“, „Strafen für Kinder“), ist auf dem Gebiet der Innenpolitik noch einiges zu tun (ich würde sagen: Strafen müssen schneller auf die Tat folgen; mehr wirksame Strafen wie gemmeinnützige Arbeit statt Knast), genauso wie auf dem Feld von Integrations- und Zuwanderungspolitik. Ich will das nicht weiter ausführen, aber Taten wie in der U-Bahn sind völlig inakzeptabel. Das heißt nicht, dass ic bestreite, dass die Mehrheit der Zugewanderten völlig liebe und freidliche Bürger sind.

    Andreas

  5. ml sagt:

    Naja Andreas,
    bei schneller Bestrafung und so sollte es aber ebend nicht darauf ankommen, ob jemand einen deutsch klingenden Namen hat oder nicht, oder? Und was das Ausmaß angeht: die Kriminalitätsraten sinken, es gibt kein „Mehr“ an (Jugend)Kriminalität.