Blockade-Aufruf zum Naziaufmarsch am 13.Februar in Dresden

Im letzten Jahr gab mehr als 70 UnterstützerInnen für den Blockade-Aufruf zum Naziaufmarsch am 13.Februar in Dresden. Durch diesen Mut und die Zivilcourage fühlten sich über 1000 Menschen animiert, die Nazis an ihrem Aufmarsch zu behindern. Nach zwei erfolgreichen Blockadejahren wird auch dieses Jahr Hilfe benötigt. Die Nazis mobilisieren sowohl für den 13.02. als auch am 16.02., zu einer der – neben dem Hess-Gedenken in Wunsiedel – wohl bedeutendsten Demonstration der rechten Szene. Dort treffen sich junge und alte Nazis, dumpfe Schläger und Landtagsabgeordnete, Rassisten und Antisemiten. Die Beteiligung ist international und organisationsübergreifend.
Lisa dokumentiert den Aufruf:

Aufruf:
Dresden – 13. und 16. Februar 2008
Wir wollen: Gemeinsam Blockieren – Den Nazis keinen Zentimeter!

Wie mittlerweile jedes Jahr wollen Nazis aus Deutschland und dem Ausland am 13. und 16. Februar gemeinsam den „Opfern des alliierten Bombenterrors“ in Dresden gedenken. Konnten sich 2007 die „Freien“ innerhalb der sächsischen Naziszene durchsetzen und nur am 13. Februar einen „Trauermarsch“ veranstalten, soll es dieses Jahr zwei solcher „Trauermärsche“ durch Dresden geben. Mit diesen Demonstrationen verherrlichen die Alt- und Neonazis den Nationalsozialismus, deuten NS-TäterInnen zu Opfern um und leugnen die Shoa.

Gerade für die sächsische NPD haben Aktionen im ersten Halbjahr eine wichtige Bedeutung – wollen sie doch Fahrt aufnehmen für die anstehenden Kommunalwahlen in Sachsen. Ihr Ziel ist der Einzug in alle Kreistage und damit die Festigung ihres Musterlandes. Im Vorfeld der Superwahljahres 2009, mit Kommunal-, Europa-, Landtags- und Bundestagswahlen, ist die Wahl am 08. Juni 2008 eine wichtige Prüfung.

Jedes Jahr gibt es in Dresden rund um den 13. Februar viele Aktivitäten gegen den Naziaufmarsch, getragen von Parteien, über Gewerkschaften bis hin zu Initiativen und linken Gruppen. Im Jahr 2006 wurde gemeinsam und friedlich auf der Augustusbrücke blockiert. Letztes Jahr konnte die Nazidemonstration erheblich gestört und um mehrere Stunden verzögert werden. An die Erfolge der vergangenen beiden Jahre wollen wir anknüpfen und rufen wieder im voraus zu einer solchen Blockade des Naziaufmarschs auf.

Was könnt ihr tun?

– kommt am 13. und 16. Februar 2008 nach Dresden und stellt euch den Nazis in den Weg
– unterstützt den Blockade-Aufruf
– leitet den Aufruf an Eure Freunde und Bekannte weiter

Für Unterstützungsrückmeldungen oder Nachfragen wendet euch einfach an: akubiz@gmx.de

Für Spenden rund um den Blockade-Aufruf könnt ihr folgende Bankverbindung nutzen: AKuBiZ e.V., Volksbank Pirna e.G., Konto: 1000
933 180, BLZ: 850 600 00

Wir hoffen auf Eure Unterstützung und sehen uns am 13. und 16. Februar 2008!


Alternatives Kultur- und Bildungszentrum e.V.
Gartenstraße 37
01796 Pirna
haus-pirna@gmx.de
http://akubiz.de

Vereinsregister Amtsgericht Pirna #824

2004, 2005 und 2006 ausgezeichnet mit dem Preis „Botschafter der Toleranz“
2006 ausgezeichnet mit dem Preis „Ausdrucksstark gegen Rechts“
2006 mit dem Ehrenamtspreis des Landkreises Sächsische Schweiz
ausgezeichnet


Die Mitglieder unseres Vereins arbeiten alle ehrenamtlich und wir erwirtschaften auch keine Gewinne, darum müssen wir Fahrtkosten zu Vorträgen, Seminaren und Workshops selbst aufbringen. Auch der Unterhalt unseres Büros und die Ausstattung kostet immer wieder Geld.

Darum sind wir als gemeinnütziger Verein dringend auf Sponsoren, Förderer und Spendengelder angewiesen.

Falls sie unsere Arbeit unterstützen wollen: Spenden Sie uns!
(auf Wunsch stellen wir eine Spendenquittung aus)

Bankverbindung: Volksbank Pirna e.G. – Konto: 1000 933 180 – BLZ: 850 600 00

Innerhalb eines Tages haben sich bereits 20 Initiativen und Einzelpersonen als UnterstützerInnen zurück gemeldet.
Initiative: www.nazis-blockieren.tk (Bald mit neuer Seite online)

Kommentare

  1. Maik sagt:

    Etwas mehr Geschichtswissen würde euch gut tun.Ihr habt Recht,auch Kinder und Babys waren Täter im 3. Reich.Es ist auch richtig Zivilisten zu ermorden.Euer friedlicher Widerstand das ich nicht lache,ist doch bloß wieder Gewalt gegen andersdenkende.Ich habe die Toleranz des SED-Regimes am eigenen Leib erfahren.Aber seid ihr nicht mehr SED seit,sondern PDS heißt ,sind aus Tätern unglaublicherweise Pazifisten geworden.

  2. Hanns Schmidt sagt:

    Blockadeaufrufe zeugen von fehlendem Rechtsstaatsverständnis!
    Wir tzun uns keinen Gefallen, wenn wir zur Blockade rechtmäßiger Demonstrationen aufrufen. Wir wollen unsere Montagsdemos auch ohne staatliche Reglementierung und insbesondere ohne (gewaltsame?) Blockierer, die meinen, aus inhaltlichen Gründen uns den Weg versperren zu müssen, durchführen können. Ich möchte keinen Staat, in dem die Versammlungsfreiheit nicht beachtet wird oder nach politischem Gutdünken „bewilligt“ wird. Das kann sich heute gegen die Rechten richten, das nächste Opfer einer solchen Zensur wäre aber garantiert die Linke, insbesondere dann, wenn SPD-Politiker in den Rathäusern nicht wollen, dass die soziale Frage, für die sich bei der SPD keiner mehr interessiert, diskutiert wird.
    Einen Nazimarsch mögen wir kritisieren, wir können auch Gegenveranstaltungen organisieren. Verbieten oder blockieren sollten wir ihn nicht. Gerade am Umgang mit denen, die uns gar nicht in dem Kram passen, sollten wir uns messen lassen udn hier nicht in Verruf kommen, die Versammlungsfreiheit oder den verfassungsrechtlichen Schutz politischer Parteien mit Füßen zu treten. Es genügt, dass ein sachsen-anhaltischer Innenminister (Hövelman, SPD), der zu DDR-Zeiten zum Politoffizier ausgebildet wurde, diese parteiische Amtsführung in öffentlichen Vorschlägen an den Tag legt und so zeigt, dass ihm das von 1986-1989 Erlernte, nämlich die Schikanierung Andersdenkender, immer noch ein Bedürfnis ist. Auf dieses niedrige Niveau sollten wir uns nicht begeben! Schlimm genug, dass die SPD die Grundrechte reihenweise verrät – die Linke sollte die Grundrechtspartei schlechthin zu sein versuchen!