Die Linke und das „Phänomen Sarkozy“

Die telepolis analysiert das Phänomen Sarkozy.

Dass die regierende Rechte mit ihrer „neuen“ Methode bisher relativ gut „durchkommt“, liegt nicht ausschließlich an ihr selbst. Auf der Gegenseite hat sie es mit geschwächten Kräften zu tun. Die politische Linke ist zersplittert. Über Grundsatzfragen -„Wie hältst Du es mit einer potenziellen Regierungsbeteiligung?“, „Ist der Neoliberalismus oder der Kapitalismus das zu überwindende Problem?“ – herrscht eine heillose Verwirrung und organisatorische Aufspaltung, während vor allem im Abschnitt 2006/07 der Röhrenblick auf die Wahlen und die Beteiligung an ihnen überwog. Die Gewerkschaften sind in die Defensive gedrängt.

Einige Debatten der Linken sind bekannt, das Phänomen Sarkozy ist neu. Eine Erklärungsmöglichkeit liefert der von der SO! und der „Zeit“ geschätzte französische Philosoph Alain Badiou. Das „Phänomen Sarkozy“ sieht er als einen „Neopétainismus“, wobei er darunter nicht einen Faschismus oder Neofaschismus im engeren Sinne versteht…