„parada rownosci“ (Gleichstellungsparade) in Warschau

Der Leipziger Verein RosaLinde organisiert in diesem Jahr eine gemeinsame Fahrt zum Christopher Street Day in Warschau. Die gesellschaftliche Situation in Polen ist inzwzischen entspannter als noch vor 2 oder mehr Jahren, als bspw. der Warschauer Bürgermeister Lech Kaczynski den CSD aus einer homophoben Motivation heraus verboten hatte oder polnische Nazis die DemoteilnehmerInnen tätlich angriffen. Die Alltagsdiskriminierung nicht-heterosexueller Lebensweisen ist geblieben. Und erst jüngst attackierte derselbe Lech Kaczynski, nun Staatspräsident, die „Homoehe“ und weigerte sich ein schwules Pärchen zu treffen. Nicht nur aus Gründen grenzüberschreitender Solidarität lohnt sich die Teilnahme an der „parada rownosci“ (Gleichstellungsparade) in Warschau. Es geht darum gemeinsam für die Freiheit der Lebensentwürfe, für Menschenrechte und gegen verschiedene Spielarten von Diskriminierung zu demonstrieren.

Das Mittelosteuropa-Netzwerk lavka.info beteiligt sich an Fahrt und Mobilisierung und lädt euch herzlich ein mit nach Warschau zu reisen. Die Kosten für Fahrt und Übernachtung betragen insgesamt 50 Euro. Ggf. können wir versuchen eine Unterstützung für gering-verdienende zu bekommen. Meldet euch schnell. Dann wird geschaut, ob der Bus voll wird oder eine Zugvariante erwogen wird.

Und hier die Einladung der RosaLinde:::
Im Anhang der Anmeldebogen, Rückmeldung ist auch im linXXnet möglich
(0341 308 1199/ mailbox at linxxnet.de)

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Auf nach Polen!
Gemeinsam stark im Kampf für Gleichberechtigung und Toleranz
05. – 08. Juni 2008

In Osteuropa und speziell in Polen werden Schwule, Lesben, Bisexuelle und Transgender weiter diskriminiert und unterdrückt. Im Rahmen des Christopher-Street-Days, der Symbol für die Rechte und den Kampf um Toleranz und Akzeptanz nicht-heterosexueller Lebensweisen ist, möchten wir unsere polnischen Nachbarn im Kampf um Gleichberechtigung unterstützen. Dazu ist es angedacht, mit einem Reisebus gefüllt mit Jugendlichen aus Partnervereinen aus Halle, Erfurt, Chemnitz, Dresden, Görlitz und
Leipzig zur Parade des Warschauer CSD zu fahren, um dort offen sichtbar für Gleichberechtigung zu kämpfen, Solidarität zu beweisen und nicht zuletzt die Vereine der besagten Städte zu vernetzen. Wir laden Euch hiermit herzlich ein, mit uns an dieser Reise teilzunehmen. Neben der Teilnahme an der Parade am Samstag werden wir außerdem eine Stadtrundfahrt veranstalten sowie die Warschauer Szene unsicher machen. Natürlich bleibt auch noch Zeit zum shoppen und beschnuppern. Losgehen soll es am Donnerstagabend (5. Juni) in Leipzig. Sicher ist es möglich, Fahrgemeinschaften bis Leipzig zu bilden. Während der Fahrt habt ihr ausreichend Zeit, euch kennen zu lernen und erfahrt auch noch was zu Polen und der polnischen CSD-Bewegung.
Gegen Freitagmittag werden wir dann die polnische Hauptstadt erreichen und erst einmal unsere Zimmer beziehen. Am Nachmittag ist dann eine Führung durch Warschau angedacht, hier bleibt natürlich auch Zeit, die Stadt auf eigene Faust zu erkunden. Der Freitag Abend steht euch dann zur freien Verfügung: Egal ob ihr die Warschauer Clubs unsicher machen wollt, ob ihr euch verabredet oder einfach nur gemütlich beisammen sitzt und ein Spiel spielt, alles ist möglich. Nur aufgepasst: Samstag ist der
Tag der Parade! Mit Fahnen und Trillerpfeifen wollen wir auf den Straßen Warschaus für Gleichberechtigung und Toleranz demonstrieren. Wer dann noch Puste hat, der kann sich auch gern noch Samstag Nacht ins Vergnügen stürzen bevor es dann Sonntag (8. Juni) früh zurück nach Hause geht. Gegen Mitternacht erreichen wir wieder unseren Ausgangspunkt Leipzig und nehmen neben neuen Freundschaften und einer Menge Eindrücke auch das Gefühl mit nach Hause, einen Schritt in die richtige Richtung gemacht zu haben.

Teilnehmerbeitrag: 25 Euro für Vereinsmitglieder, für alle anderen Interessierten 50 Euro.