Die Debatte geht weiter

Der Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, Wolfgang Böhmer (CDU), hat sich erneut anerkennend über die Linkspartei geäußert. Im Berliner „Tagesspiegel“ kritisierte er den Umgang mit den Linken insbesondere im Westen: „In Westdeutschland ist die Argumentationslinie gegenüber der Linkspartei heute noch so, wie sie bei uns in den frühen 90er Jahren war.“ Die Linkspartei sei aber „nicht mehr gleichzusetzen mit der SED“, sagte Böhmer. „Damit zu kommen, dass sie früher die Verantwortung für die Stasi hatte, das hat 18 Jahre lang niemanden so überzeugt, wie wir uns das mal gedacht haben.“
Böhmer sagte weiter, er halte es für sinnlos, „diese Partei immer mit dem gleichen Vokabular anzugreifen“. Er nehme zur Kenntnis, dass die Linkspartei „einen erstaunlichen, und zwar gewachsenen Zuspruch hat“. Deshalb müsse sie als politischen Faktor ernst genommen werden, sagte Böhmer. Bündnisse der CDU mit der Linkspartei auf Landesebene könne er sich „unter den gegenwärtigen Bedingungen“ nicht vorstellen. Er wisse allerdings nicht, „was in zwanzig oder dreißig Jahren sein wird“.
via yahoo. Böhmer ruft zu ernsthaftem Umgang mit Linkspartei auf