Bayern will Qimonda-Forschung nach München holen

Nicht überraschend kommt die beabsichtigte Verlagerung der Qimonda-Forschungs- und Entwicklungsabteilung nach München, wie die Sächsische Zeitung  und das Handelsblatt schon gestern berichteten.

Die bayerische Staatsregierung will nach „Handelsblatt“-Informationen die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten des insolventen Speicherchipherstellers Qimonda von Dresden nach München holen. Sie habe Insolvenzverwalter Michael Jaffé gebeten zu prüfen, ob Forschung und Entwicklung an der Isar eine Zukunftschance hätten, berichtete die Zeitung am Freitag unter Berufung auf Münchner Regierungskreise. Das bayerische Wirtschaftsministerium wollte den Bericht weder bestätigen noch dementieren. Stand sei noch immer, dass nach Vorlage eines Konzeptes von Jaffé mögliche Unterstützungsmaßnahmen geprüft würden, sagte eine Sprecherin.

Im Umfeld von Insolvenzverwalter Jaffé hieß es gestern allerdings, ein solches Konzept habe kaum Chancen. Es sei wegen der hohen Personalkosten nur dann zu verwirklichen, wenn es einen gesicherten Abnehmer für die Produkte geben würde. Ein solcher sei jedoch nicht in Sicht.

Es scheint wieder, dass selbst die großen Unternehmen letztlich nur verlängerte Werk
bänke darstellen. Sachsen will aber nochmal 200 Mio Euro in die hand nehmen, um den Forschungscluster in Dresden zu stabilisieren. Naja, wäre das von Anfang an nicht der bessere Weg gewesen. 37 Prozent des Wertes der Produktionsstätten sind investierte Steuergelder, die jetzt weg sind.