Beschlagnahmungen in der Geschäftsstelle

Staatsanwaltschaft und Polizei haben heute das Infobüro des Bündniusses „Dresden nazifrei“ in der Geschäftsstelle der sächsichen LINKEN in Dresden („Wahlfabrik“) durchsucht und Mobilisierungsmaterial für die Proteste gegen die größte Nazidemonstration  Europas am 13. Februar 2010 beschlagnahmt. Betroffen waren Plakate des Bündnisses „Dresden Nazifrei“. Laut diverser Tweets und einem Indymedia Beitrag wurden auch in Berlin Durchsuchungen und/oder Beschlagnahmungen mit dem gleichen Hintergrund durchgeführt.

Eine erste Reaktion von Katja Kipping:

Dresdner Staatsanwaltschaft verschafft Naziszene Triumph

Zu den den Durchsuchungen der Landesgeschäftsstelle der sächsischen LINKEN in Dresden erklärt die Dresdner Bundestagsabgeordnete Katja Kipping:

Dabei wurden Plakate des Bündnisses „Dresden Nazifrei!“, einer parteiübergreifenden Initiative zur Verhinderung des Europaweit größten Naziaufmarsches, beschlagnahmt. Das Bündnis wird u.a. von der LINKEN, den Grünen, den Jusos, den Gewerkschaften ver.di, IG Metall, NGG und weiteren Initiativen getragen.
Als Begründung dient der auf dem Plakat befindliche Aufruf „Gemeinsam Blockieren“. Der Aufruf zum friedlichen Widerstand gegen die Neofaschisten wird so von vornherein kriminalisiert, Menschen, die sich gegen die braunen Umtriebe engagieren, eingeschüchtert. Die Staatsanwaltschaft verschafft mit ihrem Vorgehen der europäischen Naziszene ein Triumph, noch bevor diese Dresden überhaupt mit ihrer Anwesenheit belästigt.

Ich protestiere scharf gegen das Vorgehen der Dresdner Staatsanwaltschaft und fordere, die Kriminalisierung bürgerschaftlichen Engagements sofort einzustellen. Wer auch immer die Weisung zu diesem Vorgehen erteilt hat, ist mit einer offensichtlichen und erschreckenden Erkenntnisresistenz geschlagen.
Was in anderen Städten glücklicherweise klappt, der gemeinsame Kampf von Zivilgesellschaft und Politik gegen die menschenverachtenden Parolen und Geschichtsverdrehungen der Nazis, muss auch in Dresden möglich sein.

Eine Debatte gibt es auch bei rivva

Kommentare

  1. Erika Mustermann sagt:

    Nun war ich guter Hoffnung die Brandstifter draussen vor der Tür los zu sein,
    doch muss „die Glocke werden“ zu einem Trauermarsch begleitend,
    da sie hangen werden (?) Damon und die seinen….
    in diesem abscheulichen Land, indem die Feigsten aller Feigen ( die, welche nur bei Nacht und Nebel und immer Unbewaffnete in der Minderzahl, ja sogar halbe Kinder, in Rotten überfallen und die auf so eine miese Erbärmlichkweit auch noch stolz sind, (selbst der barbarischste Ehrenkodex von Kriegsführenden ist noch erträglicher als derGewaltkonsens dieses feigen, zugesoffenen Haufens an Mördern, Schlägern und Terroristen
    Was also tut die Polizei, der VS da IM NAMEN DER DEMOKRATIE ??? langt euch mal ans Hirn-Ihr seid schlicht Mittäter und wer bezahlt Euch in dieser Funktion?
    Kennt Ihr eigentlich weder mehr Anstand noch Scham? oder sauft Ihr jetzt mit denen?
    SOLIDARITÄT MIT DRESDEN BERLIN UND ALLEN VON DIESEM IRRWITZ GENERVTEN UND VERFOLGTEN SCHON WIEDER OPFER DES FASCHISMUS aus Baden Württemberg

  2. R.M. sagt:

    Sehr geehrte Frau Kipping.

    Sie sind nicht bürgerlich. Bürgerlich sind die Leute, auf deren Kosten Sie ihren Anti-Rechts Wahn finanzieren.
    Außerdem würde sich „Bürgerliches Engagement“ ehrlich dafür einsetzen, daß die Opfer des 13./14. Februar 1945, und die Opfer in den anderen von Alliierten zerstörten Städten, nicht als Geschädigte zweiter Klasse behandelt werden. Daß es dieses Bemühen nicht gibt, ist das Ergebnis der Stigmatisierung von links, die Kriminalisierung einer ganzen Generation (bspw. „Deutsche Täter sind keine Opfer“) und die Unfähigkeit der Parteien der Mitte, die sich von Ihnen andauernd unter Druck setzen lassen, und einem ehrlichen Gedenken im Weg stehen.
    Und so lange dies so weitergeht werden die radikalen Rechten auch in Dresden aufmaschieren. Und das werden Sie auch nicht verhindern.

  3. Steffen sagt:

    Zitat von R.M.:“die Opfer des 13./14. Februar 1945, und die Opfer in den anderen von Alliierten zerstörten Städten, nicht als Geschädigte zweiter Klasse behandelt werden. Daß es dieses Bemühen nicht gibt, ist das Ergebnis der Stigmatisierung von links, die Kriminalisierung einer ganzen Generation“

    Wenn eine ganze Gesellschaft von nationalistischen Deutschen plötzlich Millionen von Menschen vernichtet und den Nachbarn deportiert, dann haben sie es kaum anders verdient gehabt.. Hier gibts nix zu heulen, die haben angefangen. Vielleicht einfach mal ein, zwei ausführliche Geschichten des 2. WK und was Gesellschaftsgeschichtliches dazu lesen, dann versteht man das schon. Und das muss dann auch keine „linke“ Literatur sein.

    Was auf keinen Fall in Ordnung geht, ist, dass rechtes Gedankengut in den Mainstream gelangt! Und wenn zerbombte Deutsche Kriegsanfänger plötzlich Opfer erster Klasse werden, die es zu bedauern gilt, dann ist das so!

  4. Jack sagt:

    @R.M.:
    Zitat eines Redebeitrags der Neofaschisten, welcher beim Naziaufmarsch in Magdeburg gehalten wurde:
    „Wir sind heute hier, um den Opfern des Alliierten Bombenholocausts zugedenken, SOWIE den ehrenhaften Soldaten, die für ein freies Europa gekämpft haben“.

    Welche Soldaten hier gemeint sind, kann sich jede Person selbst überlegen. In Wirklichkeit werden dort nicht die Opfer der Bombenangriffe betrauert, sondern, dass es kein „““freies“““ Europa unter Herrschaft der Nazis mehr gibt.

  5. R.M. sagt:

    Guten Tag!

    „Die haben angefangen.“ Sie wollen also allen Ernstes ein Verbrechen mit einem Verbrechen legitimieren? Dann befinden Sie sich aber nicht nicht im Rahmen einer freiheitlich, demokratischen Grundordnung. Das sollte Ihnen bewußt sein.

  6. Sebastian sagt:

    Lieber R.M.

    es geht doch nichts über die sogenannte freiheitlich, demokratische Grundordnung. Und nichts ist öffter missbraucht wurden als die Toten des Bombardements in der Nacht vom 13./14. Februar. Noch im selben Jahr wurden die Toten von den Nazis betrauert, kurze Zeit später wurden die angloamerikanischen Truppen durch die Staatsallmacht des realexistieren Sozialismus angegriffen und auch heute marschieren wieder nazis und wollen den Bombenholocaust rächen.
    Grundlegen ist dieses Thema eigentlich schon genug erläutert wurden, aber ich denke das du lieber R.M. schon zu einer etwas älteren Generation gehörst, denn sollte der andere Fall (du bist eh nur einer von denen) eintreten, dann ist diskutieren eh sinnlos, also lass dir von einem jüngeren Semester sagen: Wer aus der Geschichte nicht lernt ist dazu verdammt sie zu wiederholen.
    Ich verabscheue den Krieg und jede Art von Gewalt – muss aber sowohl militärstrategisch einräumen – das der Angriff nicht sinnlos war – als auch moralisch erwähnen, dass selbst in dieser Nacht die Menschen sich unterteilten in verschiedene Klassen, die die in Luftschutzkeller durften und die die nicht durften. Und deswegen ist es wohl gerechtfertigt von Opfern 2.Klasse zu reden. Denn diese waren es aus Augen der Dresdner wirklich, weil sie nicht überleben durften, oder sie waren nicht Mensch genung anderen Menschen zu helfen.

    Und was gar nicht geht in der FDGO – dass jedes Jahr ein Naziaufmarsch nach dem anderen genehmigt wird – und die Initiativen die sich dagegen wehren, weil sie Menschen und menschlich sind, kriminalisiert werden. Das hat schon wieder eh bissl was von früher – nicht wahr. welches früher ich meine kannst du dir aussuchen.

    So long
    Ich blockiere mit und dass nicht zum ersten und definitiv nicht zum letzten mal. Und ich rufe alle auf die Gegner der Faschisten zu unterstützen.

  7. Jón sagt:

    An R.M. und alle anderen Interessierten…

    …möchte ich die Empfehlung dieses Blogs richten, der sich besser als jeder andere zur Zeit mit der historischen Seite dieses Themas beschäftigt:

    http://mythosundgeschichte.blogsport.de/

    Im übrigen gilt: Wer die Opfer von Dresden betrauert, müsste sich beim Gedanken an Auschwitz vor Schmerz das Leben nehmen. Das wäre verhältnismäßig. Alles andere ist Revisionismus.

  8. R.M. sagt:

    Lieber Sebastian.

    Es geht nicht darum irgendetwas zu rächen. Der Angriff vom 13.02.1945, das war Rache! Das eigentliche Problem ist aber, daß den Deutschen Opfern nicht nur der Rechtsweg verwehrt wird, sondern ihr Leid öffentlich negiert und kleingeredet wird.
    Was glauben Sie denn eigentlich, was Opfer und deren Nachkommen von dem modernen Europa halten, in dem für Täter Denkmäler gebaut werden? Oder Grundrechte nur für ein Teil der Bevölkerung gelten?
    Und menschlich sind Sie ganz gewiß nicht, sonst würden Sie an dem Tag zu Hause bleiben, und auch den Leuten Meinungsfreiheit zugestehen, deren Meinung Sie nicht teilen.

    Jón: Es geht nicht darum, was in Dresden war, oder nicht war. Der allierte Bombenangriff war ein Verbrechen. Und dieses muß gesühnt werden.

  9. Josef Teufel sagt:

    Ich frage mich ob die Staatlichen Behörden, besonders die sächsischen Richter aus der Nazie- Verganenheit nichts dazugelehrnt haben. Das sie es zulässt und noch selbst Anordnet und durch Staatsbeamte ausführen läst, das Demokratische Grundrechte mit Füßen getreten werden, nur damit Nazierechte nicht verletzt werden. Armes Deutschland und adee schöne Demokratie.

    Josef

  10. Claude sagt:

    an R.M.

    „Sie sind nicht bürgerlich. Bürgerlich sind die Leute, auf deren Kosten Sie ihren Anti-Rechts Wahn finanzieren.“

    sag mal kannst DU etwa weder LESEN noch SCHREIBEN im SINNE von auch VERSTEHEN, was DU da schreibst oder liest?

    Eine Demonstration mit Begleitung des Staatsschutzes durch zu ziehn kostet KOHLE – VIEL KOHLE. Diese Kohle wird von den in diesem Fall deutschen Staatsbürgern getragen. Eine Aktion, wie die des 19.Januars:

    „Staatsanwaltschaft und Polizei haben heute das Infobüro des Bündniusses “Dresden nazifrei” in der Geschäftsstelle der sächsichen LINKEN in Dresden (”Wahlfabrik”) durchsucht und Mobilisierungsmaterial für die Proteste gegen die größte Nazidemonstration Europas am 13. Februar 2010 beschlagnahmt.“

    kostes ebenfalls einen HAUFEN an KOHLE. Und wer zahlt das? Das tut der Bürger. Und wenn, wie im vergangenen Jahr, trotz massiver Proteste ein Aufmarsch egal welcher Art „durchgepoxt“ werden muss, so steigt der ANTEIL an KOHLE weiter an, der für das Durchführen dieser Maßnahme benötigt wird. Es muss also noch mehr Kohle bezahlt werden.

    Wenn nun eine Person, die DEINER ANSICHT nach nicht bürgerlich ist, einen NAZI-AUFMARSCH blockieren möchte, bezahlt diese Person dies ersteinmal selbst und keine bürgerliche Person muss dafür einen ANTEIL bezahlen. Aber wenn sich nun Bürger auf der Straaße engagieren, da kostet das den STAAT natürlich schon KOHLE. Ein Aufmarsch wird durch seinen Gegenprotest also teurer. In diesem Fall also ein „ANTI-RECHTS-WAHN“, und der muss von allen „BÜRGERLICHEN“ getragen werden.

    WENN die STAATSANWALTSCHAFT aber so viele MAßNAHMEN ergreift, um bereits im VORAUS Menschen daran zu hindern zu blockieren, sollte man sich einmal die RELATIONEN der KOSTEN vor AUGEN führen, um zu urteilen, wer nun die meiste KOHLE von „Bürgerlichen“ aufbraucht. Dies ist ziemlich deutlich der STAAT mit seinen MAßNAHMEN. Aus der resultierenden oben augeführten LOGIK ergibt sich:

    Der STAAT ist nicht bürgerlich. Bürgerlich sind die Leute, auf deren KOSTEN der STAAT seinen RECHTS-WAHN finanziert.

  11. R.M. sagt:

    Es ist ein Unterschied ob Geld dazu benutzt wird Bürgerinteressen und -rechte durchzusetzen, oder dazu mißbraucht werden, Klientelpolitik zu betreiben. Ersteres ist bei der Demonstration am 13. Februar der Fall.

  12. Kornelia Metzing sagt:

    zu R.M.
    In Freiberg wurde vom Landratsamt und von der Stadt eine Nazi-Demo zum 1.Mai bewilligt. Im Nachhinein waren selbst diese Herren erschüttert von diesem Aufzug und den nachfolgenden Randalen. Immer wieder wird wie hier R.M. versucht, die Geschichte umzudeuten und zu verfälschen. Das können wir nicht dulden!!! Jetzt erst recht werden wir am 13. 2. blockieren!

  13. Grundsätzlich finde ich es sehr lobenswert, wenn gegen diese Neonazis Aktionen gesetzt werden. Nur iritiert das mich bei den LINKEn immer wieder. Das Gedankengut ist ja sehr ähnlich – gut, ein paar Feindbilder unterscheiden sich klar (Bei den LINKEn sind es die bösen westlichen KapitalistInnen, bei der NPD die bösen jüdischen Kapitalisten. etc. pp.)

    Wir SozialdemokratInnen hingegen haben viele Jahrzehnte alles gegeben um Deutschland frei von Radikalisierung zu halten, dafür sind wir auch bereit die ein oder ander Wahlniederlage zu bekommen.

    Freundschaft,

    Michael Karl Boch

  14. PJ sagt:

    An R.M.
    R.M. schrieb:
    „Und menschlich sind Sie ganz gewiß nicht, sonst würden Sie an dem Tag zu Hause bleiben, und auch den Leuten Meinungsfreiheit zugestehen, deren Meinung Sie nicht teilen.“

    Es seitens der Neonazis nicht ums Trauern, sondern ums Verbreiten neofaschistischer Propaganda und Diffamierung von Naziopfern.
    Wenn die Nazis laut Grundgesetz leider; denn ich glaube dass faschistische Ideologien, Geschichtsrevisionismus und Diffamierung von KZ-Opfern u.A. durch Verwendung des Begriffes „Bombenholocaust“ ein Verbrechen darstellen und nicht unter die Meinungsfreiheit fallen sollten; das Recht haben aufzumarschieren, haben auch diejenigen, die dieses Treiben nur mit Ekel beobachten ebenso das Recht und die MENSCHLICHE Pflicht, sich dagegen zu wehren.
    Niemand will ECHTE Trauerveranstaltungen, Gedenkgottesdienste etc. blockieren (selbst wenn man über deren Rechtfertigung streiten kann), es geht hier um den braunen Hirn-Dünnschiss.

    Zitat von R.M.:
    „Jón: Es geht nicht darum, was in Dresden war, oder nicht war. Der allierte Bombenangriff war ein Verbrechen. Und dieses muß gesühnt werden.“
    …. und um das zu sühnen sind tausende Neofaschisten, die durch diese Veranstaltungen eine perfekte Gelegenheit haben sich zu vernetzen, ihre menschenfeindliche Propaganda auszutauschen und unter die Bevölkerung zu tragen die richtigen ? Wenn die heutige Generation sich nicht mehr als Täter der Nazigreuel sehen soll, wieso sollte sie dann das Recht haben sich bzw. die vor ihrer Zeit in Deutschland Lebenden als Opfer zu sehen? Sie kamen ja „danach“ ! Wenn jemand Angehörige oder Freunde verlor, dann hat er/sie das gute Recht zu trauern, aber die pauschale Identifzierung mit Unbekannten ?
    Wenn man die Toten von Dresden einmal in Relation zu Verfolgten und Errmordeten der Nazibarberei setzt, dann müssten wir jede Woche 2 „Trauermärsche“ veranstalten

    R.M. schrieb:
    „Es ist ein Unterschied ob Geld dazu benutzt wird Bürgerinteressen und -rechte durchzusetzen, oder dazu mißbraucht werden, Klientelpolitik zu betreiben. Ersteres ist bei der Demonstration am 13. Februar der Fall.“

    Es kann im Falle der Gegendemonstrationen und Blockaden nicht von „Klientelpolitik“ die Rede sein, da der Aufruf von großen Organisationen und Parteien, neben der Linken auch von den Grünen, den Piraten, Verdi und vielen anderen gestartet wurde, diese Gruppen dürften sehr wohl ein breites Spektrum von Vertretern von Bürgerinteressen und -rechten darstellen.
    Zur demokratischen Pflicht eines Bürgers, die ihnen ja anscheinend so am Herzen liegt, gehört es auch, Aspekte der sogennanten „Demokratischen Grundordnung“ (die mehr und mehr zu einer abgedroschenen Phrase verkommt) in Frage zu stellen. Und das „Argument“ mit den Steuergeldern ist immer wieder die letzte Flucht von Menschen, die sonst nichts gescheites mehr anzuführen wissen, und auch eine Frage der Relation, es darf, z.B.sehr in Frage gestellt werden ob es im Bürgerinteresse liegt, dass Soldaten in Afghanistan morden oder hunderte Millarden an korrupte Banken verschenkt werden. Und gegen diese Gelder sind die Gehälter von ein paar Polizisten wohl ein Klacks.

    Falls sie, wie bereits von Anderen vermutet, einem älteren Jahrgang angehören, wünsche ich ihnen einen baldigen und friedlichen Tod, oder sie machen es wie der „Führer“. Denn Leute die reaktionären Schwachsinn verzapfen und Recht tendenziell auslegen, können wir in einer modernen Gesellschaft wirklich nicht gebrauchen.

    In diesem Sinne, einen schönen Abend.

  15. B. Kotter sagt:

    Zitat von R.M.:
    „Daß es dieses Bemühen nicht gibt, ist das Ergebnis der Stigmatisierung von links, die Kriminalisierung einer ganzen Generation (bspw. „Deutsche Täter sind keine Opfer”) und die Unfähigkeit der Parteien der Mitte, die sich von Ihnen andauernd unter Druck setzen lassen, und einem ehrlichen Gedenken im Weg stehen.“

    Denken Sie ernsthaft dass irgendeine rechtsgerichtete Gruppierung oder Partei ehrlich den Toten in Dresden gedenkt? Sie sollten einmal die alljährlichen lautstarken Aufmärsche ebenjener nicht von Innen, sondern von Aussen erleben, vielleicht beginnen Sie dann zu Ge(h)Denken – oder auch nicht mehr!

    Zitat von R.M.:
    „Und menschlich sind Sie ganz gewiß nicht, sonst würden Sie an dem Tag zu Hause bleiben, und auch den Leuten Meinungsfreiheit zugestehen, deren Meinung Sie nicht teilen.“

    Und Sie sollten den Menschen die nicht die Meinung „dieser Leute“ teilen Meinungsfreiheit zugestehen und sie nicht zu Hause einsperren, hatten wir auch zu gewissen Zeiten schonmal in diesem userem wunderschönen Land. (Mal so nebenbei: Auch das gehört zu unserer oft so ausgeschlachteten freiheitlich demokratischen Gesellschaftsordnung!)

    Zitat von R.M.:
    „Es ist ein Unterschied ob Geld dazu benutzt wird Bürgerinteressen und -rechte durchzusetzen, oder dazu mißbraucht werden, Klientelpolitik zu betreiben. Ersteres ist bei der Demonstration am 13. Februar der Fall.“

    Es freut mich sehr dass Sie dieses Thema ansprechen, da ich mir genau die Selbe Frage immer bei der Verwendung der Gelder der NPD stellen muss!

    Zitat von Michael Karl Boch:
    „Grundsätzlich finde ich es sehr lobenswert, wenn gegen diese Neonazis Aktionen gesetzt werden. Nur iritiert das mich bei den LINKEn immer wieder. Das Gedankengut ist ja sehr ähnlich – gut, ein paar Feindbilder unterscheiden sich klar (Bei den LINKEn sind es die bösen westlichen KapitalistInnen, bei der NPD die bösen jüdischen Kapitalisten. etc. pp.)

    Wir SozialdemokratInnen hingegen haben viele Jahrzehnte alles gegeben um Deutschland frei von Radikalisierung zu halten, dafür sind wir auch bereit die ein oder ander Wahlniederlage zu bekommen.“

    Ich möchte mich in Anbetracht des Grundthemas nicht auf eine überparteiliche Grundsatzdiskussion einlassen, wir arbeiten ja schließlich in einigen Wahlkreisen und Bundesländern zusammen. Freundschaft (oder eben Drushba).

    Die Razzia in den Dresdener und Berliner Büroräumen ist mit keinem demokratischen Verständnis zu rechtfertigen. Ob den Verantwortlichen die Tragweite ihrer Handlungen bewusst war wage ich zu bezweifeln. Aber ich würde auch sagen: Jetzt erst Recht! Es ist wichtig ein klares Zeichen gegen Rechts zu setzen, ob nun in Form einer Blockade oder in Form einer Gegendemonstration will ich jedem persönlich überlassen, ich gehe blockieren!

    mit solidarischen Grüßen,

    B. Kotter

  16. akr sagt:

    @R.M.

    Mal die Geschichte zur Bombardierung von Dresden reinziehen, bevor man von Sachen wie Rache spricht!
    —-

    Organisator der Veranstaltung seitens Nazi, ist definitv kein Verfechter von Freiheit und Demokratischer Grundordnung (Mehrfach vorbestraft wegen Volkshetze)
    Zudem „Jungen Landsmannschaft Ostpreußen“ schon der Name sagt alles zur Anerkennung der Europäischen Grenzen. Deutscher Revanchismus hat nichts mit einer demokratischen Grundordnung zu tun.

    Der Aufruf „blockieren“ stellt im jurisischem Sinn keine Straftat oder Aufruf zu einer Straftat dar. Nicht einmal im Kontex zum Rest des Plakates. Würde da stehen verhindert den Aufmarsch der NPD und der „Jungen Landsmannschaft Ostpreußen“ hätte die Exekutive und Judikative richtig gehandelt laut Versammlungsgesetzt („Wer in der Absicht, nichtverbotene Versammlungen oder Aufzüge zu verhindern oder zu sprengen oder sonst ihre Durchführung zu vereiteln, Gewalttätigkeiten vornimmt oder androht oder grobe Störungen verursacht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.“)

    Allerdings steht eindeutig „Kein Nazi Aufmarsch“ – oder bekennt sich die NPD neuerdings öffentlich dazu Nationalsozialisitsch zu sein (bisher will man doch immer als demokratisch sauber anerkannt werden :D)

  17. Uli sagt:

    Nach dem 3. Reich gab es ja zunächst mal keine größeren Brüche in der Besetzung der deutschen Justiz, unabhängig sind die auch nicht. Also wen wundert, dass sich in Dresden ausgerechnet die Staatsanwaltschaft vor die erklärten Verfassungsfeinde stellt?

    Das ändert natürlich nichts daran, dass es ultrapeinlich ist. Hoffen wir, dass das Ausland davon keinen Wind kriegt.

  18. Grundsätzlich finde ich es sehr lobenswert, wenn gegen diese Neonazis Aktionen gesetzt werden. Nur iritiert das mich bei den LINKEn immer wieder. Das Gedankengut ist ja sehr ähnlich – gut, ein paar Feindbilder unterscheiden sich klar (Bei den LINKEn sind es die bösen westlichen KapitalistInnen, bei der NPD die bösen jüdischen Kapitalisten. etc. pp.)

    Wir SozialdemokratInnen hingegen haben viele Jahrzehnte alles gegeben um Deutschland frei von Radikalisierung zu halten, dafür sind wir auch bereit die ein oder ander Wahlniederlage zu bekommen.

    Freundschaft,
    Simon Köchle

  1. […] mehr Informationen unter dresden-nazifrei.de oder auch linkspartei-sachsen.de […]

  2. […] DD | Rote Hilfe | VVN-BdA 1, 2 | Red Stuff | SDS | Hans-Christian Ströbele | Grüne Jugend | Die Linke Sachsen | Katja Kipping | Die Linke Hessen | Jusos | Hedonistische Internationale | Bürger.Courage | […]