Lesung heute in Leipzig: Mädelsache – Frauen in der Neonaziszene

Ganz kurzfristig ein Veranstaltungstipp von Christian. Sicher ob des riesigen Angebotes in Leipzig heute ganz nützlich:

18. März 19 Uhr Zeitgeschichtliches Forum

Lesung
Andrea Röpke/Andreas Speit
Mädelsache – Frauen in der Neonaziszene

Seit einigen Jahren treten Frauen in der männerdominierten neonazistischen Bewegung zunehmend selbstbewusster auf. Sie kandidieren für die NPD, organisieren Demonstrationen, führen Kassenbücher und kümmern sich um die Erziehung des rechten Nachwuchses. Vor allem aber sind sie bestrebt, rechtsradikale Politik unter dem Deckmantel von sozialen Themen wie Naturheilkunde, Ökologie, Kindergeld und Hartz IV auf kommunaler Ebene zu verankern. Gestützt auf Insiderinformationen geben die beiden ausgewiesenen Kenner des rechtsextremen Milieus Andrea Röpke und Andreas Speit in spannenden Reportagen einen Einblick in das Innenleben dieser Szene. Sie schildern, wo völkische „Sippen“ bereits Vereine, Elternräte oder Nachbarschaften prägen, fragen, warum Politik und Verfassungsschutzbehörden diesem gefährlichen Treiben tatenlos zuschauen, und zeigen Strategien gegen die rechtsradikale Unterwanderung der Gesellschaft auf.

Kommentare

  1. Dieter sagt:

    Rico: „Vor allem aber sind sie“ (die Nazis) „bestrebt, rechtsradikale Politik unter dem Deckmantel von sozialen Themen wie Naturheilkunde, Ökologie, Kindergeld und Hartz IV auf kommunaler Ebene zu verankern.“

    Und was macht bitteschön DIE LINKE? – Ohne jeden Zweifel dies:

    Vor allem aber sind sie (DIE LINKEN) bestrebt, opportunistisch-kleinbürgerliche Politik unter dem Deckmantel von sozialen Themen wie Ökologie, Kindergeld und Hartz IV auf kommunaler Ebene zu verankern.

    Bleibt die Frage zu klären, worin sich die rechtsradikale Politik der Nazis von der opportunistisch-kleinbürgerlichen Politik der sozialdemokratischen LINKEN unterscheidet und wie sich beide zu sozialen Themen wie Ökologie, Kindergeld und Hartz IV verhalten.

    Beide, Nazis und Sozialdemokraten, halten am Kapitalismus fest. Beide, Nazis und Sozialdemokraten, sind Randgruppen der bürgerlich-kapitalistischen Gesellschaft, die einen am rechten und die anderen am linken Rand. Und schließlich benutzen beide, Nazis und Sozialdemokraten, die sozialen Widersprüche der bürgerlich-kapitalistischen Gesellschaft, wie Ökologie, Kindergeld und Hartz IV, nur als reine Wahlkampfargumente, um die Bevölkerung an ihren Rand zu ziehen – ohne den geringsten Willen, diese sozialen Widersprüche auflösen zu wollen.

    Der einzige Unterschied ist also der spezielle Rand, an dem sie sich befinden. Aber was spielt der Unterschied des Randes, links oder rechts, für die bürgerlich-kapitalistischen Gesellschaft für eine Rolle? – Gar keine!!! Beide, Nazis und Sozialdemokraten, wollen die kapitalistischen Produktionsverhältnisse erhalten, treten sogar zum Schutz dieses Ausbeutungsverhältnisses an – beide bekämpfen zusammen die Kommunisten.

    „Gestützt auf Insiderinformationen geben die beiden ausgewiesenen Kenner des rechtsextremen Milieus Andrea Röpke und Andreas Speit in spannenden Reportagen einen Einblick in das Innenleben dieser Szene.“

    DIE LINKE sollte sich lieber mal mit ihrem eigenen „Innenleben“ beschäftigen, das zugegebener maßen eher trostlos langweilig und damit alles andere als spannend ist, und das dazu führt, dass z.B. in Berlin der soziale Wohnungsbau an Heuschrecken verschachert wird; dass DIE LINKE an der Regierung die Löhne und Gehälter im öffentlichen Dienst endlos zu drücken versucht; dass DIE LINKE in Berlin mit einem Herrn Wolf an der Spitze zum Stiefellecker des Kapitals verkommt. – Statt dessen plustert sich DIE LINKE hier am „Innenleben“ der Nazis auf? Was für eine Verlogenheit!

    „Sie schildern, … warum Politik und Verfassungsschutzbehörden diesem gefährlichen Treiben tatenlos zuschauen, und zeigen Strategien gegen die rechtsradikale Unterwanderung der Gesellschaft auf.“

    Wäre DIE LINKE tatsächlich eine linke Partei, dann würde sie sich wohl eher mit der Unterwanderung der Arbeiterklasse durch die opportunistische Sozialdemokratie befassen. Da sie aber selber als Teil dieses sozialdemokratischen Maulwurfes des Kapitals die Arbeiterklasse unterwandert, beschäftigt sie sich lieber mit der gesellschaftlichen Unterwanderung ihres Gegenüber am anderen Rand der Gesellschaft. – Viel Spaß dabei!

  2. rico sagt:

    Guten Tag „Dieter“, auch wenn wir uns freuen, wenn Du Dich immer so rege bei uns im Blog mit Meinungen zu Wort meldest, würde ich Dich doch bitten, die Berlin-spezifischen Themen mit den Genossen dort vor Ort zu klären. Vielleicht gibt es ja auch dort ein Forum, in dem Deine Meinung besser aufgehoben ist. Das soll Dich natürlich nicht daran hindern, auch hier bei spezifisch sächsischen oder bundesweiten Themen mitzudiskutieren.
    Mit freundlichen Grüßen

  3. Dieter sagt:

    Hallo Rico,
    findest du es tatsächlich politisch korrekt, jede Verbindung zu anderen Bundesländern oder gar euren Oberindianern Gysi & Co. außen vor zu lassen, selbst wenn es zum Thema passt? Glaubst du wirklich, dass Ihr es in Sachsen anders machen würdet as in anderen Ländern, wenn Ihr erst mal richtig in der Regierung mitspielen dürftet und Eure Avantgarde die Droge Macht konsumiert hat?

    Allen Menschen, denen Ihr hier in Sachsen das große soziale Engagement vorspielt, sollten schon erfahren – das fordert einfach die Ehrlichkeit – was DIE LINKE in anderen Ländern, in denen sie inzwischen mitregieren, anstellt, die dort vor der Wahl genauso wie Ihr in Sachsen die soziale Trommel gerührt haben und sich als Interessenvertreter der sozial Benachteiligten in Szene setzten.

    Rico, du kannst persönlich bitteschön gerne an die soziale Mission der LINKEN glauben. Ich weiß jedoch, dass nirgendwo, wo DIE LINKE in der Regierung sitzt, für die sozial Schwachen etwas rausgesprungen ist. Und Euer Rico Gebhardt erinnert doch gar sehr an unseren Harald Wolf. Sei also bitte nicht sauer, wenn ich Euch LINKE und vor allem die Leser deiner Zeitung hin und wieder auf den Boden der Tasachen herunter hole, wenn du mal wieder zu sehr abgehoben bist – von der Realität der kleinbürgerlich-opportunistischen LINKEN.

    Viele Grüße,
    Dieter

  4. Franzel sagt:

    Sei gegrüßt „Berliner Pflanze“
    „Ich weiß jedoch, dass nirgendwo, wo DIE LINKE in der Regierung sitzt, für die sozial Schwachen etwas rausgesprungen ist. Und Euer Rico Gebhardt erinnert doch gar sehr an unseren Harald Wolf.“
    Deine Info-Quellen dienen wohl mehr der Desinformation.
    Der Disput um die Wasserverträge in Berlin widerlegen dich.Das Ziel ist noch nicht ganz erreicht. Der von dir favorisierte Kapitalismus hat ein nicht so leicht zu schälendes Ei gelegt. Diese Schale bedarf harter Arbeit,sie zu Pellen.
    Der Öffentliche Beschäftigungssektor, scheint ebenfalls ein fremdartiger Begriff zu sein.Gerade Berlin tut hier was für die sozial Benachteiligten.

    Wer anderen empfielt sich auf den Boden der Tatsachen zu begeben, sollte sich dringlichst selbst auf selbigen bewegen.

  5. Dieter sagt:

    Hallo Franzel,
    ich glaube nicht, dass meine Info-Quellen der Desinformation dienen. Ich berfürchte eher, dass DU alleine vollkommen „desorientiert“ bist.

    „Der Disput um die Wasserverträge in Berlin widerlegen dich.“

    Inwieweit? Die CDU privatisierte die Wasserbetriebe – die Sozialdemokratie (SPD/ LINKE) den sozialen Wohnungsbau. Und dass die Sozialdemokraten ohne Unterlass „disputieren“ können, ohne wirklich zu Ergebnissen zu gelangen, dass beweist die SPD seit über hundert Jahren, DIE LINKE nun schon seit 20 Jahren.

    „Das Ziel ist noch nicht ganz erreicht.“

    Welches Ziel? Selbst wenn die Wasserbetriebe wieder „Volkseigentum“ werden, was den Steuerzahler eine Riesensumme kosten wird, da er sie nach den kapitalistischen Marktgesetzen „erwerben“ muss, also selbst wenn dies gelingt, was hat sich dann wirklich geändert? Da der kapitallistische Markt nicht abgeschafft wurde, ist jeder „VEB“ funktional eine Aktiengesellschaft: die Wasserpreise werden steigen, der rot-rote Senat wird die nächste Sparrunde einläuten – und der LINKE Wirtschaftssenator Wolf wird dafür sorgen, dass seine Schäfchen aus den Chefetagen der Wirtschaft nicht leiden müssen. Er wird ihnen – wie er es unlängst beim Millionär Wall getan hat – „hohes soziales Engagement“ attestieren.

    „Der von dir favorisierte Kapitalismus …“

    Entschuldige bitte, nicht ich, sondern DIE LINKE favorisiert den Kapitalismus. Ich trete für die Abschaffung des Privateigentums an Prod.mitteln ein, DIE LINKE führt nur einen polemischen „Disput“ darüber. In Wirklichkeit – und vergleiche mal die dreisten Worte von Rico Gebhardt zu Gesines Kommunismus-Gedanken – hat sich DIE LINKE dem privaten Kapital mit Haut und Haar unterworfen.

    „… hat ein nicht so leicht zu schälendes Ei gelegt. Diese Schale bedarf harter Arbeit,sie zu pellen.“

    Wenn LINKE in Bildern prechen, meinen sie meistens genau das Gegenteil von dem, was ihre Bilder aussagen. Mit welcher „harten Arbeit“ willst du welches „Ei“ pellen? Und was ist daran dann NICHT kapitalistisch?

    „Der Öffentliche Beschäftigungssektor, scheint ebenfalls ein fremdartiger Begriff zu sein.“

    Der öffentliche Beschäftigungssektor – ich wiederhole mich da gerne – ist, solanger er produziert, auch nur eine Unterart von Aktiengesellschaft, von Kapitalist, und muss sich den gleichen erbarmungslosen Marktgesetzen unterwerfen, wie jeder profane, renditegeile Aktionär – also Löhne drücken und Jobs abbauen. Im Verwaltungsbereich lebt er von Steuern – die er vorher irgendwo eintreiben muss. Dass alle Kommunen bundesweit rettungslos verschuldet sind und ihren „öffentlichen Beschäftigungssektor“ herunterfahren müssen – „Bürokratieabbau“ heißt das bürgerliche Zauberwort -, dass scheint dir nun wieder unbekannt zu sein. Und wenn ich dir hier Einzelheiten aus dem Berliner Schulsystem erzählen würde (z.B. Lehrermangel; unbezahlte Aufstockung der Stundenzahl usw.), du würdest es mir nicht glauben. Auf der großen Bühne gibt sich DIE LINKE sozial, im praktischen Detail, wenn sie denn wirklich mitspielen darf im bürgerlichen Regieren, ist ihr keine soziale Widerlichkeit unmöglich. „Realpolitik“ ist dann die moralische Begründung vor den Rudimenten ihres sozialen Gewissens. Wie sagte Harald Wolf in laufende Kameras, als er gefragt wurde, was wohl Karl Liebknecht zu seiner Sozialpolitik sagen würde: „Auch Karl konnte kein Geld drucken.“

    Unter dem Strich haben sich auch alle öffentlich Beschäftigten den Marktgesetzen (z.B. der Konkurrenz um die billigste Arbeitskraft) zu unterwerfen. Alles andere ist typisch sozialdemokratischer Selbstbetrug.