Gysi: „Deutschland könnte gut ohne die Bild leben.“

Gysi und Trittin kritisieren Bild-Zeitung anlässlich ihres 60. Geburtstages

In Gastbeiträgen für das Debattenmagazin The European kritisieren die beiden Spitzenpolitiker Gregor Gysi (Linkspartei) und Jürgen Trittin (Grüne) die Bild-Zeitung anlässlich ihres 60. Geburtstages.
Gysi, Vorsitzender der Bundestagsfraktion der Linken, geht mit der Bild hart ins Gericht: „Deutschland könnte gut ohne diese Zeitung leben. Ich selbst kann es auf jeden Fall.“
Die geplante Verteilung der Jubiläumsausgabe kritisiert Gysi: „Dass der Springer-Konzern zum 60. Geburtstag des Blattes meint, das ganze Land mit der Jubiläumsausgabe zwangsbeglücken zu müssen, hat etwas Skurriles.“ Für die Zukunft der Zeitung sieht Gysi schwarz: „Ob es einen 100. Geburtstag gibt, wage ich zu bezweifeln.“
Trittin, Vorsitzender der Bundestagsfraktion der Grünen, findet die journalistische Arbeit der Bild bedenklich: „Bild operiert im Grenzbereich zwischen Journalismus, manifestem politischem Eigeninteresse und selbstreferenzieller PR. Das Blatt lebt von dem bewussten Verzicht auf Seriosität und von einem Überschuss an Populismus.“
Die Herangehensweise der Bild habe sich nicht verändert, so Trittin weiter, nur die Themen: „Heute geht es nicht mehr gegen Rudi Dutschke und die APO. Heute geht es gegen den faulen und undankbaren Griechen.“
Die Beiträge von Gregor Gysi und Jürgen Trittin lesen Sie hier