Ein neues Blogkonzept

Diese Seite – also den Blog der sächischen LINKEN – gibt es nun schon eine ganze Weile. Während des Vereinigungsprozesses von WASG und PDS zur Partei DIE LINKE sollte und musste irgendwie Gemeinsamkeit entstehen. (Eigentlich handelte es sich streng genommen gar nicht um eine Vereinigung beider Parteien, sondern eine Parteineubildung, dazu aber später mehr.) Zunächst hatten beide Ursprungsparteien noch ihre eigenen Websites und Publikationen. Das Zusammenlegen beider Websites und anderer Publikationen war nicht einfach so möglich, schließlich handelte es sich formal ja tatsächlich noch um zwei selbstständige Organisationen. Weil aber bereits im Prozess des Zusammengehens gemeinsame Inhalt und ein Austausch wichtig sind, wurde ursprünglich ein Blog, zugänglich für Autorinnen und Autoren beider Organisationen, eingerichtet. Das war de facto auch schon das ganze Konzept und hatte mit Form und Stil eines Blogs natürlich recht wenig gemeinsam.

Danach wurde der Blog für vielerlei Sachen genutzt: einige Crosspostings, Reden auf Parteitagen, Snippets von Artikeln aus linken Zeitungen, während einiger Events für die Liveberichterstattung usw. Also für ziemlich vieles, aber nichts konkretes. Weil sich im sächsischen Landesverband eine Gruppe aus Hauptamtlichen und Ehrenamtlichen gegründet hat, die den Internetwahlkampf (und mittlerweile irgendwie auch alles, was damit zu tun haben könnte) für die Landtagswahlen 2014 plant, wurde auch über den Blog entschieden.  Nach der lange zurückliegenden Geburt musste irgend ein Zweck, ein Alleinstellungsmerkmal, her. Also was könnte hier stehen, was nicht auch auf die Website kann, getwittert werden kann, beim Dialog für Sachsen passt oder sowieso schon irgendwo veröffentlicht worden ist? Die vorläufige Antwort ist, dass an dieser Stelle in Zukunft Geschichten aus dem Alltag und dem Innenleben unseres Landesverbandes aber auch der Partei erklärt werden sollen. Die Idee ist etwas angelehnt an dem Blog USA erklärt, der bereits für den Grimme Online Award nominiert war und für den Autor dieser Zeilen seit langem ein ganz nettes Leseerlebnis ist. Wer also Interesse an Nähkästchengeschichten hat, das unbekannte Wesen „Partei“ etwas näher kennenlernen will oder sich schon immer gefragt hat, welche prominenten Parteiwechsel von uns hin und von uns weg es schon gegeben hat, wie Werbematerial früher ausgesehen hat oder warum man vor Landtagswahlen nicht unbedingt heiraten sollte, ist in Zukunft hier richtig.