Warum wir im Wahlkampf kochen

Es ist nicht ganz leicht, mit Leuten ins Gespräch zu kommen. Platziert man geschickt einen Infostand in der Fußgängerzone kann man in der Regel darauf warten, dass mensch einen großen Bogen läuft und nicht mehr geradlinig – Hauptsache nicht angesprochen werden.
Da muss Partei schon findig sein. Denn nichts ist blöder als ein langweiliger Wahlkampf, bei dem man die eigenen Ideen und Inhalte nicht transportiert bekommt.
Nun ist Sachsen nicht die USA und an der Haustür klingeln, wie Drückerbanden die Leute im Privaten aufzusuchen, fällt für uns aus. Aber wie könnte es funktionieren, dieses Reden und Austauschen?
Unter anderem haben wir dafür ein schönes Format entwickelt, welches eigentlich im Stadtverband Chemnitz „erfunden“ wurde, die Kochtour. In allen Wahlkreisen kochen unsere KandidatInnen mindestens einmal für die Leute. Beim Kochen redet es sich gut, die Menschen sind neugierig, fragen warum und zack, ist das Eis gebrochen.
Und tatsächlich gilt das Motto der diesjährigen Tour für uns im gesamten Wahlkampf „Über den Tellerrand“ – genau dahin muss Politik schauen und wie unsere KandidatInnen das anstellen, kann man dann vor Ort erfahren.

Was braucht es? Einen Transporter mit allem Equimpent, eine Kochcrew, die KandidatInnen natürlich und dann geht es los. Binnen 20 Minuten wird aufgebaut und dann geht es an Schnippeln und Würzen und Rühren usw. Im Sommer eher leicht und frisch. An kühleren Tagen kann schon mal eine Kartoffelsuppe sein. Beim Kochen wird über dies und das geredet, persönliche Gespräche geführt, Fragen beantwortet und Material verteilt.
Bis jetzt hatten wir ausschließlich schöne Termine und vermutlich wird das so bleiben ;-) Auf die Töpfe fertig los.