Wenn Wahlzeitungen fehlen …

kann die Lösung des Rätsels ganz einfach sein. Oder doch ganz kompliziert?
In den letzten drei Wochen verteilen wir die Wahlzeitung in ganz Sachsen. Bei einer Auflage von knapp einer Million eine echte Herausforderung. Zusätzlich ist diesmal die Wahlzeitung regionalisiert erschienen, also für alle Kreise und kreisfreien Städte eine gesonderte Ausgabe. Wir wollten, dass die KandidatInnen auf ihre Regionen Bezug nehmen können und sich die Menschen damit mehr wiederfinden in den Themen. Aber die Regionalisierung hat nicht nur Vorteile.
Wenn es eine Zeitung für ganz Sachsen gäbe, hätten wir einen Puffer für diverse Notfälle bestellen können.
Jetzt ist der Verteilwahn ausgebrochen in der Partei. Planmäßig, denn mehr und mehr Menschen entscheiden sich erst kurz vor der Wahl, welche Partei sie wählen wollen. Deshalb werden gerade die Geschäftsstellen von unseren Ortsverbänden materialtechnisch geplündert. Und da kann es schon mal vorkommen, dass sich die GenossInnen in ihrer Euphorie vertun und die doppelte Anzahl an Zeitungen mitnehmen. Problem dabei ist, dass die letzten nicht mehr ausreichend Zeitungen zur Verfügung haben.
Dann sind die Vorwürfe und Enttäuschungen im ersten Moment groß, aber für jede Unwegbarkeit gibt es Lösungen. Da fahren dann schon mal Kreisgeschäftsführer und Kreisvorsitzender durch den Kreisverband und sammeln die zu viel verteilten Zeitungen ein, um sie dann dort hin zu bringen, wo sie fehlen.
Nun bleibt zu hoffen, dass sie schnell sind und dass damit dann alle KandidatInnen besänftigt sind. Es gibt ja im Wahlkampf nichts Schlimmeres als Leerlauf oder angezogene Handbremsen ;-)