KandidatInnenfotos im Wahlkampf – keine einfache Sache

Für den Wahlkampf werden KandidatInnen-Fotos von allen benötigt. Zum einen braucht Partei vernünftige Fotos in ordentlicher Auflösung, die der Presse zu Verfügung gestellt werden können, die für Plakate und anderen Materialien und für die Websites nutzbar sind.
Jetzt klingt das ganz einfach und sollte doch machbar sein. Aber ganz so leicht ist es dann doch nicht. :-) Fotos sind immer wieder ein Thema, bei dem gemeinsam viel gelacht wird, aber auch gestritten. Und nichts ist schlimmer, als dass KandidatInnen unzufrieden mit ihrem Bild sind. Dann mögen sie ihre Plakate nicht und alles ist ganz schrecklich. Deshalb Augen auf bei diesem sensiblen Thema. Weiterlesen

Wenn Nazis Plakate abhängen…

Irgendwie ist es komisch: Die NPD verkündet öffentlichkeitswirksam, sie werde Plakate abhängen. Kein Grund zum Aufatmen, denn die meinen nicht die eigenen. Stattdessen wollen sie die „NP… Nee“ Plakate von SPD, Grüne und uns abknüpfen. Der Grund: Weil es eine gemeinsame Aktion mit dem DGB ist, meinen die, dass es sich um keine Wahlwerbung handelt, sondern um Plakate, für die eine Sonernutzungserlaubnis notwendig wäre.

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Was ist, wenn der Spitzenkandidat mehrfach Wahlkampfleiter war?

Es ist manchmal nicht ganz einfach, wenn der Spitzenkandidat selbst mal Wahlkampfleiter war. Bei uns ist das gerade der Fall. Die Wahlkämpfe von 2004 und 2009 hat Rico Gebhardt gemanagt.

Da gibt es Ricos Perspektive – zumindest so, wie wir sie vermuten:
Es ist wahrscheinlich nicht ganz leicht, die Geschicke aus der Hand zu geben und nicht mehr derjenige sein, der plant und organisiert, sondern jetzt derjenige zu sein, der die Botschaften nach außen trägt. Dazu gehört auch, dass man die Zeitabläufe teilweise aus der Hand gibt. Es kommt hin und wieder schon mal die zappelige Nachfrage, ob dies, das und jenes organisiert ist. Weiterlesen

Am 28. Tag vor der Wahl – einem Sonntag

… steht an den ersten Standorten der Großfläche Nummer zwei. Insgesamt haben wir im Wahlkampf drei verschiedene Motive nacheinander. Motiv zwei heißt zeitlich gesehen, dass wir jetzt das erste Drittel des Wahlkampfes hinter uns haben. Uff.

Was passiert so an diesem Sonntag?
Nun, zum Beispiel wird das Tour-Auto des Spitzenkandidaten Rico Gebhardt an den Fahrer übergeben. Morgen geht es los. Im Fahrzeug befinden sich Unmengen Wahlkampfmaterialien. Der morgige erste Tourtag führt in die Wahlkreise von Marion Junge und Heiko Kosel in Bautzen.
Ansonsten reagieren wir auch auf die Dreistigkeit der CDU und haben eine Pressemitteilung rausgeschickt zum Bettelbrief, den die CDU formuliert hat. Lauter Ruhmesblätter, die angeblich die CDU auf den Weg gebracht haben soll … Hier gibts mehr dazu. Weiterlesen

Warum wir im Wahlkampf kochen

Es ist nicht ganz leicht, mit Leuten ins Gespräch zu kommen. Platziert man geschickt einen Infostand in der Fußgängerzone kann man in der Regel darauf warten, dass mensch einen großen Bogen läuft und nicht mehr geradlinig – Hauptsache nicht angesprochen werden.
Da muss Partei schon findig sein. Denn nichts ist blöder als ein langweiliger Wahlkampf, bei dem man die eigenen Ideen und Inhalte nicht transportiert bekommt.
Nun ist Sachsen nicht die USA und an der Haustür klingeln, wie Drückerbanden die Leute im Privaten aufzusuchen, fällt für uns aus. Aber wie könnte es funktionieren, dieses Reden und Austauschen? Weiterlesen

Wenn Ruhe in die WahlFabrik einzieht …

ist das kein schlechtes Zeichen. Sondern eher eines dafür, dass es keine oder nur marginale Problem im Wahlkampf gibt. Aber seltsam ist es schon. Man nimmt schon mal den Telefonhörer in die Hand und schaut, ob das Telefon noch funktioniert :-)

2009 als Mitarbeiterin für Wahlen fand ich das Gefühl schon sehr befremdlich, dass draußen der Wahlkampf tobt und in der Landesgeschäftsstelle Stille einzieht. Aber schon damals musste ich feststellen, dass das gut ist. Weiterlesen

Wir sind die Roten 2.0

Heute habe ich den Wahlwerbespot zur Landtagswahl meinen Eltern gezeigt. Großer Zufall, dass ich heute da war. Ein Kurzurlaub quasi. Muss auch mal sein. Jedenfalls haben wir die Gelegenheit genutzt, um ein bisschen über das, was ich den Tag so mache, zu reden. Und das ist zeitlich gar nicht so einfach, wenn man die ganze Zeit Kampagne macht… ;)

Jedenfalls: Irgendwann haben wir uns dann doch gemeinsam den Spot angeschaut. Man muss wissen: Meine Eltern sind keine Parteigänger. Sie waren niemals Mitglied der LINKEN. Oder einer der Vorgänger. Sie sind durchschnittlich politisch interessiert. Sie haben ihre Meinung. Ihre Haltung. Das ist, was ich an ihnen mag, wenn wir über Politik reden: Ich kann niemals erwarten, dass sie politisch reagieren. Sie reagieren menschlich. Das ist ein guter Gradmesser. Weiterlesen

Morgen kommt er, der Wahlwerbespot …

und auf den ersten Blick denkt man immer, dass das ja wohl nicht so schwer sein kann. Falsch gedacht!

Die Frage, die zuerst steht, ist, wie verbissen wir in den Wahlkampf ziehen wollen. Also soll der Spot seriös , staatstragend daher kommen, soll er mit Augenzwinkern darauf hinweisen, dass Politik auch anders geht als bislang. Weiterhin gibt es aus der Partei hunderte Einschätzung zu bisher produzierten Wahlspots, die lauten, dass Spot X besonders toll war, während der gleiche Spot von anderen zerrissen wird. Und auch Ansagen: „Macht bloß nicht wieder …!“ Wilde Ideen komplettieren dann die ganze Bandbreite des Wahlkampfwahnsinns. Die Phase der Verständigung halt.

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Warum wir nicht mit „Guter Arbeit“ plakatieren…

Auch in Vorbereitung der Landtagswahlkampagne wurden unsere Slogans debattiert. Klar. Da hat man dann einen Haufen Vorschläge auf dem Tisch und sortiert aus. Geht, geht nicht, geht gar nicht, halt: Der Klassiker: „Gute Arbeit“. Ja klar. Machen wir doch drauf. Das ist doch auch unsere Kernkompetenz. Wir stehen doch für gute Arbeit. So: Faire Arbeitsbedingungen. Gut bezahlt, damit man davon Leben kann. Machen wir. Oder eben doch nicht. Warum?

Deshalb:*

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